Für den Befehlsbereich 4 OBERÖSTERREICH

Planung von Dipl. Ing. Strubreiter

Mein Name ist Andreas STRUBREITER, ich bin verheiratet, Vater von 2 Kindern und wohne im Innviertel in Oberösterreich. Seit 2004 bin ich im öffentlichen Dienst im BMLV beschäftigt. Vorbelastet bin ich durch meinen Vater, der als gelernter Tischler und Sachbearbeiter Bau in der damaligen HGV Obertraun tätig war. Mein Ausbildungsweg führte mich nach der Pflichtschule in die HTBLA für Möbelbau und Innenausbau in Hallstatt, danach absolvierte ich in Innsbruck das Studium des Bauingenieurwesens.

Herr Diplomingenieur Strubreiter, sie gehören dem Militärischen Immobilien Management Zentrum (MIMZ) Salzburg an und sind als Bereichsverantwortlicher für militärisches Bauwesen in den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg zuständig. 

Was dürfen wir uns darunter vorstellen?

Grundsätzlich ist das Aufgabengebiet des militärischen Bauwesens des BMLV ein sehr weit gestreutes und ich getraue mir zu behaupten, ein derart vielfältiges mögliches Einsatzspektrum sucht seinesgleichen in Österreich!

Gerade für junge Techniker – egal ob HTL, FH oder Universität ist das oft von außen nicht erkennbar, aber das Spektrum des Einsatzes erstreckt sich über alle Bereiche des Baugenieurwesens, wie Tunnel- und Stollenbau, Wasser- und Siedlungswasserbau, Eisenbahn- und Seilbahnbau, Flughäfen, Sanierungen von oft denkmalgeschützten Hochbauten, aber auch der klassische Neubau. Meine Aufgabe ist die fachtechnische Begleitung aller größeren Bau- und Planungsvorhaben mit einer koordinierenden und steuernden Rolle mit externen Planern und ausführenden Unternehmen. Sollte Personal fehlen, wickle ich auch selber Bauvorhaben wie den Neubau der Regionalküche Salzburg (Budgetvolumen rd. € 30 Millionen) mit einzelnen Technikern ab.

Zum aktuellen Bau- und Sanierungsvorhaben in Linz. Gibt es hier aus Ihrer Sicht etwas Spezielles zu beachten? Ein Objekt steht leer, im anderen findet derzeit noch die Stellung statt.

Grundsätzlich haben die jetzt realisierten Bauvorhaben in Linz auch schon eine lange Vorgeschichte! Das Objekt 004 wird saniert für die Teile Heerespersonalamt (HPA), die sich derzeit noch in Wels befinden, und man ist dort schon relativ weit, für den reibungslosen Betrieb des HPA im Amtsgebäude Garnisonstraße (AGG) ist jedoch noch der Ersatzbau für das Objekt 11 und 12 samt Laufstrecke relevant. Hier läuft derzeit die Einreichplanung und die Erstellung der Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibung. 

Die Sanierung des Objektes 006 befindet sich schon in Umsetzung, dort wo der Stellungsbetrieb nicht gestört wird. Heuer im Sommer erfolgt dann in einer 3-monatigen stellungsfreien Zeit im AGG die Hauptsanierung dieses Objektes. Diese Aufteilung wurde auch notwendig, weil der Umfang der notwendigen Baumaßnahmen sich im Zuge der Detailplanung um einiges aufwendiger darstellte und nicht nur in 3 Monaten realisiert werden konnte. Geplant ist weiter die Umgestaltung der Einfahrt mit dem Objekt 005, um einem modernen Wachbetrieb gerecht zu werden. Im Objekt 013 sollen zum Abschluss noch kleinere Sanierungen durchgeführt werden.

Aktuell liest und hört man, dass es zu Verzögerungen oder gar Lieferausfällen bei verschiedensten Materialien kommt. Grund sei die Pandemie und der damit einhergehende Rohstoffmangel. Betrifft dies auch die Bautätigkeit im AGG? Könnte dies Auswirkungen auf den Baufortschritt haben?

Wie schon erwähnt, kämpft die Baubranche sehr mit den Nachwirkungen der Covid-Pandemie, die jetzt noch sehr verstärkt werden durch die Einflüsse des Ukrainekrieges auf den Baustoffmarkt! Die Bauvorhaben im AGG werden auf alle Fälle teurer werden, weil auch die Preise entsprechend gestiegen sind. Ob es zu Lieferausfällen kommen kann – es ist möglich. Durch geschickte Material- und Konstruktionsauswahl kann man einiges optimieren, was etwaige Lieferengpässe anbelangt. Das Problem ist derzeit die fehlende Preisgarantie der Lieferanten, die zusehends unsere Bieter bei den Angebotsausarbeitungen vor eine große Herausforderung stellen. Wer weiß, wie die Situation in einem Jahr ist? Eines ist aber klar, der Baupreis wird auf längere Sicht hoch bleiben!

Werden die Stellungspflichtigen nach der Umbau – Pause wieder in Linz sein und wird das Heerespersonalamt wie geplant einziehen können?

Wenn alles gut läuft, wird die Stellungsstraße im November 2022 im AGG in Betrieb gehen können. Beim HPA – glaube ich, aufgrund der derzeitigen Marktentwicklung – wird man noch bis zur 1. Hälfte 2024 Geduld haben müssen! 

Wir bemühen uns, dass wir schneller fertig sind! 

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